Gutachter, Bausachverständiger, Dipl.-Ing.Kirchner, Sachverständigenbüro Kirchner, Köln Bonn Rhein Sieg
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KfW-Förderungen

Wie der Staat beim Dämmen hilft

 

 

 

 

Der Verein „Qualitätsgedämmt e.V.“ (QDeV) betreibt seit Mai 2014 eine Initiative zum Thema „Energieeffizienz im Gebäudebereich“ mit dem Schwerpunkt „Maßnahmen an der Gebäudehülle“. Im Zuge seiner Informationskampagne hat der QDeV jetzt die unterschiedlichen Fördermaßnahmen des Staates zusammengefasst.

Seit Anfang des Jahres gibt es für energetische Sanierungen mehr Geld vom Staat.

Eine sinnvolle Maßnahme, denn zum Jahresbeginn hat sich in diesem Bereich einiges geändert: Nie zuvor war es für private Eigentümer attraktiver, ihr Haus dämmen und energetisch sanieren zu lassen. 2020 können energetischer Sanierungen erstmals steuerlich geltend gemacht werden (§ 35c EStG). Wer seine Immobilie selbst nutzt, kann 20 Prozent der Kosten (maximal 40.000 Euro) verteilt auf drei Jahre von seiner Steuerschuld abziehen. Fast gleichzeitig hat die KfW ihre Förderprogramme nachgebessert: Seit 24. Januar gibt es um 12,5 Prozent erhöhte Tilgungs- und Investitionszuschüsse für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus.

Fassadendämmung hilft Steuern sparen

Hausbesitzer, die sich für eine Fassadendämmung entscheiden, profitieren künftig mehrfach: Sie sparen nicht nur Heizkosten und entlasten damit die Umwelt, die neue steuerliche Förderung mindert darüber hinaus ihre Aufwendungen zur energetischen Sanierung erheblich. Dazu muss die Kostenrechnung eines Fachhandwerksbetriebs mit der Jahressteuererklärung eingereicht werden. Beispiel: Bei einer Investition von 40.000 Euro für eine Fassadendämmung als Einzelmaßnahme übernimmt das Finanzamt immerhin 8.000 Euro, wenn folgende Voraussetzungen berücksichtigt sind:

Die anrechenbaren Investitionskosten sind bei 40.000 Euro pro Hauseigentümer gedeckelt.

Die Sanierungskosten können dann von Eigentümern steuerlich geltend gemacht werden, wenn sie das Objekt selbst nutzen.

Ist die Immobilie im Besitz von mehreren Personen, wird die steuerliche Abschreibung anteilsmäßig jedem Eigentümer gewährt, allerdings nur einmal und insgesamt (über alle Eigentümer) nicht mehr als für maximal 200.000 Euro Gesamt-Investitionssumme.

In den beiden ersten Jahren (beginnend mit dem Abschluss der Arbeiten) können jeweils sieben Prozent (maximal 14.000 Euro) der Kosten, im dritten Jahr sechs Prozent (maximal 12.000 Euro) steuerlich geltend gemacht werden.

Anrechenbar sind sowohl die Kosten für die Montage als auch die Materialkosten.

Nicht gewährt wird die steuerliche Abschreibung Eigentümern, die mit ihrer Immobilie ganz oder teilweise steuerpflichtige Einnahmen erzielen, etwa durch Vermietung.

Daneben gelten bauseitige Voraussetzungen, die für den ausführenden Fachhandwerker wichtig sind: Damit die Steuerermäßigung in Anspruch genommen werden kann, darf der neue U-Wert der Außenwand maximal 0,20 W/(m²K) betragen. Bei Baudenkmälern sind 0,45 W/(m²K) und im Perimeterbereich maximal 0,25 W/(m²K) zulässig. Daneben sind die Vorschriften der Energieeinsparverordnung (EnEV) einzuhalten.

Die Dämmung muss von einem Fachunternehmen angebracht sein, das die Erfüllung dieser Vorgabe nach amtlich vorgeschriebenem Muster bescheinigt. Mit der Errichtung des Gebäudes muss mindestens vor zehn Jahren begonnen worden sein, um eine steuerliche geförderte Sanierung geltend machen zu können. Die Laufzeit dieser Steuerförderprogramms ist zunächst auf zehn Jahre begrenzt.

Die Beteiligung eines Energieberaters ist hier im Gegensatz zur staatlichen Förderung der KfW-Banken nicht verpflichtend, dennoch empfiehlt es sich, einen unabhängigen und qualifizierten Experten hinzuzuziehen. Dieser betrachtet das Haus im Gesamten und gibt eine neutrale Empfehlung ohne Bevorzugung einzelner Gewerke und Anbieter.

Die Steuerermäßigung ist nicht mit anderen Ermäßigungen oder Förderungen (etwa durch die KfW, Förderungen für Modernisierungen im Bereich der Baudenkmäler nach § 10f EStG, Pauschalabschreibungen für handwerkliche Dienstleistungen et cetera) kombinierbar. Dies gilt auch, wenn Kosten für Betriebsausgaben, Werbungskosten, Handwerkerleistungen oder Ähnliches im selben Jahr geltend gemacht werden. Eine zusätzliche steuerliche Förderung ist dann nicht zulässig.

Mehr Geld von der KfW

Mit Wirkung zum 24. Januar 2020 hat auch die Förderbank des Bundes KfW ihre Zuschüsse erhöht. Für die Sanierung oder den Kauf einer bestehenden Immobilie erhöht sich ab diesem Datum der Tilgungszuschuss eines KfW-Kredits um 12,5 Prozent. Die Höhe des jeweiligen Zuschusses richtet sich nach der mit der Sanierung erreichten Energieeffizienz eines Gebäudes und dem Kreditbetrag. Für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus im Rahmen des Programms 151 (maximaler Kreditbetrag 120.000 Euro) reicht sie von 25 Prozent (also bis zu 30.000 Euro) bei Erreichen des KfW-115-Standards bis zu 40 Prozent bei Erreichen des KfW-55-Standards (also bis zu 48.000 Euro).

Bei energetischen Einzelmaßnahmen, die keinen KfW-Effizienzhaus-Standard anstreben (Programm 152), erhöht sich der Tilgungszuschuss eines KfW-Kredits ebenfalls um 12,5 auf 20 Prozent (maximaler Kreditbetrag 50.000 Euro) ebenfalls.

Bei der gewerkeübergreifenden Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder bei energetischen Einzelmaßnahmen ohne Kredit (Programm 430) erhöht sich der Investitionszuschuss um zehn Prozent, bei einer maximalen Förderung von 30.000 Euro (bei KfW-Standard 115) bis 48.000 Euro (bei KfW-Effizienzhaus 55). Mehr Informationen zur neuen KfW-Förderung sowie zur steuerlichen Absetzbarkeit finden Sie auf der Website des QDeV und der KfW

Bei KfW-Förderung ist der Energieberater Pflicht

Bei jedem Sanierungsprojekt, das von der KfW gefördert werden soll, kann der Hausbesitzer mit der verpflichtenden Unterstützung eines Energieberaters die Technologie und eingesetzten Materialien frei wählen. Beachtet werden muss allerdings, dass der KfW-Antrag immer vor Baubeginn gestellt werden muss und der Bau durch einen Energieeffizienz-Experten begleitet werden muss. Aber auch hier stellt die KfW Fördermittel (Programm 431) zur Verfügung (bis zu 50 Prozent, maximal 4.000 Euro).

Weitere Förderprogramme haben neben dem Bund auch Länder (über die jeweiligen Landesbanken) und Kommunen aufgelegt. Hausbesitzer, die eine energetische Sanierung planen, sollten sich dazu auf der jeweiligen Webseite informieren. Denn diese Förderungen sind oft zeitlich begrenzt, geplante Maßnahmen sollten also nach der Fördermittelrecherche, bei der auch die Bausparkassen behilflich sind, nicht zu lange aufgeschoben werden.

Zur Person

Manfred Kirchner

Dipl.-Ing.

Manfred Kirchner

Bausachverständiger Architekt AKNW

Jahrgang 1956

 

Köln:

Tel.0221-9894 6281 

Bonn/Rhein-Sieg:

Tel.02241-335742

Handy:

Tel.01713-862 852

info(at)sv-kirchner.com



Sachverständiger für das Fachgebiet:

- Schäden an Gebäuden -

Immobilienkauf mit Bauberatung
1.0_Immobilienkauf2.pdf
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Widerrufsbelehrung_20180412.pdf
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Mündliche Bauberatung
2.0_Bauberatung.pdf
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Beratung
Schimmelpilz, Beratung
Gebührenliste_Stand_20200501.pdf
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Bauabnahmen
Wohnhäuser oder Eigentumswohnungen
Gebührenliste_Stand_20200501.pdf
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